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Costa Rica

January 22nd, 2008

Es liegen schon einige Häfen hinter mir hier in der Karibik, und ich bedaure, nicht öfter und schneller schreiben zu können, was ich so erlebe, aber die Internet-Zugänge sind bisher selten, und ich habe viel zu erleben.

Nach Aruba waren wir in Panama, davor in Bonair, Isla Margarita, Grenada und Barbedos. Ich habe an mehreren Ausflügen teilgenommen und Filme erstellt.

Panama ist sehr interessant, total runtergekommen an manchen Stellen und gefährlich, einige Passanten haben mir geraten, von meiner eingeschlagenen Richtung abzuweichen, als ich einen Spaziergang durch Colon machte. Die Menschen sind sehr freundlich.

Heute in Costa Rica haben wir eine Faultier-Farm besucht, verbunden mit einer Kanufahrt durch den Dschungel.

Das Schiffsleben ist ganz angenehm zur Zeit. Ich war traurig, da Fred, mein Chef, und einige andere Leute vom Schiff abgestiegen sind. Doch sind wieder viele neue nette Menschen aufgestiegen, und so lernt man wieder was neues kennen. Das ist sehr schön, und es macht eben deutlich, das nichts bleibt wie es ist.

Die abenteuerlichsten Geschichten werde ich hier nicht erzählen, sonst bekommt ihr noch Angst… :-) Aber mir geht´s gut, soviel steht fest!

Ich hoffe, in Curacao einen besseren Anschluss zu bekommen, ich würde gerne wieder ein paar Fotos zeigen, ich habe sehr viele neue!

Aruba

January 19th, 2008


Grenada

January 16th, 2008

Heute sind wir in Grenada angekommen, nachdem wir gestern St. Vincent und am Tag zuvor Barbedos passiert haben. Die 5 Seetage habe ich ganz gut verkraftet, aber die fehlenden Landgänge werden mit zusätzlichen Schwachsinns-Aktionen für die Passagiere ausgeglichen. Doch habe ich das ganze sehr genossen, und neue Freundschaften geschlossen :-) Gerade sitze ich vor dem Terminal in Grenada, und habe heute morgen eine Einweisung im Tauchen bekommen. Heute nachmitag geht es mit einem Boot raus und dann  ins Meer. Gestern war ich in St. Vincent schwimmen, Fotos davon werde ich bald nachreichen. Die letzten Tage waren etwas arbeitsintensiv, deshalb konnte ich mich nicht früher melden.Ich war gestern und vorgestern schwimmen im Meer, das hat mir sehr gut getan! Ich vermisse es sehr, aber jetzt ist es ja einfacher!Aussentemperatur ist so 30-35 Grad, Wassertemperatur bei 28 Grad.

Fluch der Karibik 4 “Sex, Lügen und Video”…

January 8th, 2008

… läuft in 5 Tagen im Kopfkino an, reservieren Sie jetzt Ihren Platz hier auf www.kraftschaum.com

Gerade sind wir in Funchal auf der Insel Madeira, und können schon einen Vorgeschmack der Sonne erhaschen. Woher kommt eigentlich das Wort “erhaschen”? Vielleicht sogar aus der Karibik…

Jedenfalls haben wir 5 Seetage vor uns, und das wird ziemlich langweilig, das weiss ich jetzt schon. Meine Lieblings-Kollegin ist heute vorzeitig abgestiegen, da Ihr Auge durch einen Partikel und ein darauf entstandenes Geschwür Versorgung braucht, das ist sehr schade. Aber so ist es am besten, da es ihr nicht mehr so gut gefallen hat auf dem Schiff, und damit passt mal wieder eins zum anderen.

Heute habe ich in Madeira einen Ausflug mitgemacht, dabei sind wir durch einen botanischen Garten mit viel Wald gekommen. Wunderschön! Ich habe lange nicht mehr gute Luft genossen. Im Schiff ist alles klimatisiert, und ich komme relativ selten zu den offenen Decks.

Ich versuche noch, ein paar Bilder hochzuladen. Ansonsten berichte ich in 5-6 Tagen wieder…

Flut…

January 5th, 2008

…, endlich! Wir haben wieder Wasser unter uns, seit vorgestern, und endlich geht´s wieder vorwärts! Wir sind bereits in Palma de Mallorca, und ab sofort ist unser Ziel die Karibik. Übermorgen werden wir Madeira erreichen, und dann haben wir 6 Seetage bis Barbados.

Ich merke erst jetzt, wir sehr mich das Gefühl des Stillstands beseelt hat, als wir im Trockendock an der kurzen Leine waren. Ich bin etwas erkältet, die Temperaturen in Genua haben meine Kleidungsstücke besiegt, aber alles in allem geht´s endlich wieder vorwärts!

Heute ist mein neuer Chef, Florian, aufgestiegen, wir sind in unserem Team dann zu dritt, für die nächsten zwei Wochen. Das dürfte relativ entspannt werden, so wie ich ihn jetzt einschätze. Mit entspannt meine ich nicht faul, aber wenn ich sehe, wie man sich in anderen Abteilungen unnötig das Leben schwer macht, bin ich doch sehr froh, mit bodenständigen Kollegen zu arbeiten.

Das Wort “bodenständig” auf einem Schiff zu benutzen, ist eine schöne Metapher. Es gibt viele Situationen, die bei genauerer Betrachtung jeglicher Bodenhaftung entbehren. Das das trotzdem sehr fantasielos sein kann, lässt sich hier gut bei manchen Zeitgenossen beobachten. Es kann so unglaublich komisch sein hier! :-)

Ich schätze, heute bekomme ich meine Weihnachtsgeschenke, ich freue mich schon!

In der Werftzeit habe ich angefangen, Spanisch zu lernen, und das werde ich in der nächsten Zeit weiter fortführen. Es scheint ganz einfach zu sein, es erfordert allerdings Zeit, mit sich mit den Vokabeln auszustatten.

Neue Foto´s gibts zur Zeit nicht, aber wenn wir in die Karibik fahren, werden mir sicher die Augen aufgehen…

Nachtrag zum genuesischen Techno

January 1st, 2008

Eine Mischung aus Veganern, Hunden, Computerfreaks, Realitätsflüchtlingen, Pseudolinken, Sprösslinge von Ärzten und Rechtsanwälten, auch Arbeitertypen und Gärtner sind hier. Einer der Gärtner trägt immer Steine, sagt er.

Viele können englisch sprechen. Die soziale Geste des Kokainangebotes ist löblich.

Die Musik ist absichtslos, im Gegensatz zu Pop-Musik sehr angenehm. Sie gibt Freiheit, die Leute hier greifen zu. Es gibt ein gemeinsames Level, alle sind ehrlich auf diese Weise, da es zusammen zum Ausdruck gebracht wird.

Das vermisse ich in der Pop-Kultur: Sie gestaltet die Menschen, erfährt aber kein Feedback, ist nicht der Kritik ausgesetzt, ist unantastbar, ist niemals vorbei. Die Sinnlosigkeit wird nicht verborgen, sondern freigesetzt, somit entsteht Raum zum Befüllen.