
Ich bin wieder an Land, und vertiefe mich in Aufräumarbeiten (ich schreibe erstmal über die äußerlichen…), da mein Computer und auch meine externe Festplatte vor mir in den unverdienten Ruhestand getreten sind. Das ist unverzeihlich, deshalb habe ich sofort folgende Maßnahmen ergriffen:
- neue Festplatte für´s MacBook Pro
- neue externe Festplatte zwecks Datensicherung
- erfolgreiche Datenrettung von Dateien, für die ich mehr als ein halbes Jahrzehnt gebraucht habe, um sie zu erstellen/laden/kopieren/finden
Das ganze hat leider gute 250 € gekostet und bisher schon 2,5 Tage, aber der Sinn des Ganzen ist aus meiner Sicht unbestritten.
Jetzt zum persönlichen Teil: Die Aktion spiegelt auch ein wenig meinen mentalen Zustand wieder. Ich räume auf, rette Altes und organisiere es neu, und bereite mich auf künftige Anwendungen vor. Seltsam, wie sehr “Computerarbeit” als Modell für alternative Realitäten herhalten kann, aber das denkt wahrscheinlich auch der Buchhalter über Konten, der Jedi-Meister über die Macht und der Junkie über H.
Ich habe mir zur Belohnung einen Kaffee gegönnt:

… und grüße von hier aus meine Kaffee-trinkenden und – ablehnenden Freunde auf See, die ich vermisse, und deren Abwesenheit mir auch ganz gut tut, denn ich komme dazu, etwas abzuschalten.
Jawohl, ich habe heute abend seit längerer Zeit in dem Buch “Here comes everybody” von Clay Shirky gelesen, ein ausgezeichnetes Buch! Es handelt von Gesellschafts- und Kommunikationsveränderungen durch Internet-Technologien, und ist sehr inspirierend und aufschlussreich. Es verschafft mir ein gutes, motiviertes Gefühl, vielleicht ist das der Grund, warum ich gerade in die Tasten haue.
Im Buch steht, dass ich publiziere, aber es gibt im Grunde kein Publikum, und meine Informationen sind auch nicht für die Öffentlichkeit bestimmt, sondern für einen kleinen Kreis von Menschen. Dennoch ist dieser Eintrag für Milliarden von Menschen zugänglich.
Ich habe in den letzten Monaten sehr selten geschrieben. Meiner Intention, über Dinge zu schreiben, die mich bewegen, habe ich selbst Widerstand geleistet. Zum einen, um eine Art Filter zu errichten, um Interessantes zu berichten, zum anderen, weil ich Dinge erlebt habe, auf die ich nicht besonders stolz bin, und es mir unangenehm war.
Jetzt ist mir Letzteres unangenehm, weil es wie eine Selbstzensur ist, und ich verachte dies, auch wenn ich selbst nicht frei davon bin. Es geht nicht darum, dass ich darüber geschrieben habe oder nicht, sondern darum, warum ich nicht darüber geschrieben habe!
Ich fühle mich heute etwas besser als vorgestern und gestern, da ich in meinen Anliegen ein wenig weitergekommen bin, und ich morgen ebenfalls einiges erledigen werde.
Ich spüre mich selbst etwas deutlicher als in der letzten Zeit üblich war, das gefällt mir auch sehr!